08.07.2011

Lago Maggiore 15. – 19.6.2011

 

1. Tag: Die Anreise

 

Im Morgengrauen des 15. Juni 2011 trafen sich 37 sonnenhungrige Reisefreunde und Pensionisten aus Nah und Fern am Kirchenplatz von Ternberg um die lange Reise in den Süden ins Seengebiet des Lago Maggiore anzutreten.

Also nahm unser Hermann das Steuer in die Hand und los ging es. Wir fuhren auf der A 1 über Salzburg zur Raststätte am Chiemsee, tranken rasch eine Tasse Kaffee und weiter ging es über das „Große Deutsche Eck“ nach Kufstein, Wörgl, Richtung Innsbruck, machten in der Nähe von Landeck auf einem Parkplatz unsere nötigen Turn- und Leibesübungen und fuhren nach St. Anton durch den Arlbergtunnel , wo wir nach 14 km Dunkelheit im vorarlbergischen Klösterle wieder das Licht der Welt erblickten, um dann in der Raststätte Innerbraz eine Mittagspause einzulegen. Dann fuhren wir – immer in Begleitung unseres Sherpa Hermann – hurtig weiter über Bludenz, Feldkirch an die Liechtensteinische und Schweizer Grenze, die wir durch die Beihilfe eines Bestechungsgeldes von 2 Euro mühelos passieren konnten. Von dort fuhren wir auf der A 13 an Vaduz, der Hauptstadt des Fürstentums, vorbei, am Rhein entlang nach Bad Ragaz und Chur, der Hauptstadt des Kanton Graubünden. Und da unsere lieben Köchinnen wieder einmal herrliche Mehrspeisen vorbereitet hatten und in Hermann`s Küche der Kaffee schon duftete, mussten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Rastplatz machen. Nach langwieriger Suchaktion gelang es uns in Thusis eine Raststätte aufzutreiben. Doch Sitzgelegenheiten und Tische waren auf diesem Parkplatz Mangelware um unser Picknick so gemütlich wie möglich zu gestalten. Es gelang uns dennoch einen geeigneten Fernlaster mit Anhänger samt Fahrer aufzutreiben, den Anhänger als Theke benützen, um so unsere köstlichen Mehlspeisen mit Kaffe verzehren zu können.

Nach dieser sehr „romantischen Kaffeepause“ im Autogewühl fuhren wir gestärkt weiter, um mit dem Bus den Bernardinopass in 2065 m Höhe zu erreichen. Trotz intensiver Suche fanden wir ihn nicht und landeten stattdessen im Tunnel darunter. Nach dieser Feststellung fuhren wir geschockt talwärts über Bellizona an der Bernhardiner Bahn , weiter nach Locarno, wo wir das herrliche Seegebiet des Lago Maggiore erreichten und am Westufer des Sees entlang die schöne Gegend genossen. Bei Brissago passierten wir die italienische Grenze und gelangten nach 740 km Fahrtstrecke um 18 Uhr an unser Ziel Baveno und ins Hotel Beau Rivage, dem Quartiergeber für die kommenden Tage.

Nach einem guten Abendmahl wagten wir noch einen Spaziergang an der romantischen Uferpromenade, genossen das herrliche Panorama, um schließlich nach der langen jedoch schönen Fahrt durch vier Länder die wohlverdiente Nachtruhe zu genießen.

 

2. Tag: Die Inselfahrt

 

Aufgewacht unter einem Propeller oder war es der Ventilator an der Decke, jedoch gut ausgeruht von der langen aber schönen Anreise, machten wir uns nach dem Frühstück vom Büfett vom Hotel aus und in Begleitung unserer Reiseführerin namens Jessica um 9 Uhr auf den Weg, die Borromäischen Inseln bei wechselhafter Witterung im Lago Maggiore zu erkunden. Vom Hotel marschierten wir zur Fähranlage von Baveno, kaperten ein Schiff und stachen in See, um zur idyllischen Fischerinsel – Isola die Pescatori – zu gelangen. Nach Besichtigung der historischen Kirche und den urigen Gebäuden mit ihren engen Gässchen fuhren wir dann bald wieder mit dem Boot weiter, denn die Zeit drängte, um die Insel Isola Bella , die „Schöne Insel“, benannt nacht der Frau von Carlo III. – Isabella , mit dem riesigen Barockpalast und der prachtvollen Gartenanlage, die von weitem gesehen gerne mit einem vor Anker liegenden Schiff verglichen wird, zu besichtigen.

Nach einem Rundgang durch die zahlreichen Säle des Palazzos, der barocken Prunk von unermesslichem Wert beherbergt, und der Besichtigung der üppigen Gärten und der Attraktion der Insel, die weißen Pfaue, mussten wir auch was für den Magen tun und so gab es in einer urigen Taverne ein italienisches Mittagsmahl. Nach dieser anstrengenden „Arbeit“ gab es noch dazu Freizeit. So manche Dame unserer Runde kam „wohlbehutet“ zur Anlegestelle der Schiffe zurück und um 14 Uhr schwammen wir wieder zurück nach Baveno. Hermann hatte seinen Gaul bereits gesattelt und so konnte die nächste Sehenswürdigkeit in Angriff genommen werden. Von Jessica gut organisiert und fachkundig erläutert fuhren wir zu unserem nächsten Ziel, dem Lago di Orta, mit dem Bilderbuchstädtchen San Guilio de Orta. Und um unsere Füße nicht zu viel zu belasten, wartete schon ein Bummelzug auf uns, der unsere Luxuskörper nach unten zum Plazzo Morio Motto brachte, von dem man einen herrlichen Blick auf die Isola San Guilio hatte, die der Sitz eines Nonnenklosters ist und von einigen unserer kulturhungrigen bei einer Bootsfahrt dorthin besichtigt wurde. Nach der Besichtigung von San Guilio, den schlossartigen Gemäuern , dem alten Rathaus, dem Palazzo della Communita hatten einige noch nicht genug gesehen und stiegen über Stufen zur Pfarrkirche Santa Maria Assunta auf, um noch den „heiligen Berg“, eine Wallfahrtsstätte und Franziskanerkloster zu besichtigen und die vielen Skulpturen zu bestaunen. Aber nicht genug, unsere Reiseführerin hatte noch ein Schmankerl auf Lager. Über eine Panoramastraße fuhren wir zurück Richtung Baveno und konnten so die herrliche Seenlandschaft von oben aus genießen und Hermann, unser Lenker, konnte dabei auf dieser engen kurvenreichen Strecke sein Können mit Bravour beweisen und uns sicher nach unten bringen. Beim Hotel angelangt, verließen alle fluchtartig den Bus, denn es gab noch einen Wolkenbruch. Trotz dieses „Schütters“ zum Schluss war es ein wunderbarer Tagesabschluss.

 

3. Tag: Die Seenfahrt

 

Nach dem herrlichen Tag auf den Borromäischen Inseln und Lago di Orta erwartete uns bei anfangs schönem Reisewetter die Seentour. In Begleitung unserer fachkundigen Reiseführerin Jessica fuhren wir über Stresa dem Lago Maggiore entlang, an dessen Hängen wunderbare Hortensien blühen, nach Arona, um hoch über dem See die 34 m hohe Kupferstatue des San Carlone zu besichtigen. Der einzige der borromäischen Adelsfamilie, der die kirchliche Laufbahn eingeschlagen hatte und ein fanatischer Gegner der Reformation war, dem dort ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt wurde. Dann fuhren wir über Castelleto und Saronna auf der Autobahn weiter in die Stadt Como am Comosee, um den riesigen Dom zu besichtigen. Anschließend bemühten wir uns, die italienische Speisekarte zu erforschen und es gelang uns dabei einiges richtig auszuwählen, um unseren Hunger und Durst zu stillen. Doch nach dieser Pause begann es zu regnen. Unsere Jessica versuchte mit gekonnten Witzen die etwas angeschlagene Stimmung zu heben, aber auch Ernst trug mit seinen lustigen Anekdoten auf der Fahrt nach Lugano und auf der Strecke nach Locarno kräftig dazu bei, und obwohl der Regen immer stärker wurde, war es ein schöner, nasser Seenrundfahrtstag!

 

4. Tag: Das Wildbachtal

 

Nach der Seenrundfahrt des Vortages stand an diesem Tag die Fahrt in das bekannte Verzascatal – Valle Verzasca – auf dem Programm. Trotz des starken Regens beschlossen wir, diese Tour jedoch ohne Wanderung durch das wildromantische Tal durchzuführen. So starteten wir über Feriola, das einst das wichtigste Granitabbaugebiet des Landes war, nach Verbania, in dem sich einer der besten botanischen Gärten „Graradini di Villa“ befindet, gelangten bei Brissages über die Grenze in den Schweizer Kanton Tessin, um bei strömendem Regen unser erstes Ziel Ancona zu erreichen. Dort mussten wir uns aber erst orientieren, um im Collegio Papio, einem ehemaligen Dominikanerkloster, Zuflucht zu finden. Nach dieser Besichtigung gelangten wir ohne Umwege auf die Piazza Giuseppe Motta, eine lange, platanengesäumte Uferstraße am Lago Maggiore und sie war trotz der schlechten Witterung sehenswert.

Anschließend fuhren wir mit Hermann’s Bus über Locarno und Tenero in die urtümliche und bizarre Wildwasserschlucht des Valle Verzasca. Dabei kamen wir an der 200 m hohen und 320 m breiten Staumauer des fjordähnlichen Stausees La Selvatio an Brione und an vielen tosenden und mächtigen Wasserfällen vorbei nach Sanogno, dem letzten Ort im Talschluss, der durch die alten im Rustici Stil gebauten Steinhäuser unter Denkmalschutz steht. Auch die Kaffeepause, die wir dann mit unseren köstlichen Mehlspeisen abhielten, war bei diesem Wetter einmalig und sehenswert. Danach fuhren wir wieder talwärts , Hermann meisterte die vielen Kurven souverän, machten bei der Ponti die Salti, einer Römerbrücke aus dem Mittelalter einen Fotostop, ehe wir über Locarno am Lago entlang nach Baveno pudelnass

in unserem Hotel landeten. Dort wurde dann das Wetter immer besser und wir gingen promenieren. Doch Nico fand seine Anka nicht. Er befürchtete schon schlimmes, oh mamma mia, ging sie mit einem Papparazzi mit oder was sonst? Doch unversehrt kam sie zurück. Ach welches Glück! So endete ein äußerst nasser an Erlebnissen jedoch reicher Ausflugstag.

 

5. Tag: Die Heimreise

 

Bei strahlend schöner Witterung machten wir uns um 8 Uhr morgens mit unserem unermüdlichen Steuermann Hermann von Baveno aus auf den Weg Richtung Heimat, denn unsere Exkursion in den Süden ging dem Ende zu. So fuhren wir über Arona auf der Autobahn an Mailand, der 2.größten Stadt Italiens und Hauptstadt der Lombardei, an Monza mit ihrem Autodrom und Brescia vorbei Richtung Trient ins Südtiroler Land. Über Bozen gelangten wir nach Klausen ins Hotel Post, dem Quartiergeber der letztjährigen Wanderwoche. Dort genossen wir unsere bestellten „Schlutzkrapfen“ und ein „gutes Vierterl“. Anschließend genossen wir (gut dass man davon nicht dick wird) bei der Fahrt durchs Eisacktal die schöne Umgebung mit ihren Weinbergen, Burgen und Dolomitengipfeln, um schließlich über den Brennerpass in heimische Gefielde zu kommen. Leider hatten wir in diesem Gebiet einen leichten Crash, über den ich aber nicht berichten möchte. Er hat mit unserer schönen „Kulturreise“ nichts zu tun. Mit einiger Verspätung fuhren wir über Innsbruck, an der Nordkette mit dem Havelekar vorbei, am Inn entlang über Wörgl, Kufstein, Rosenheim und Salzburg zur Raststätte Mondsee, schlürften noch eine Tasse Kaffee, um dann um ca. 22 Uhr 30 nach 650 km unsere Heimatgemeinde zu erreichen. Eine wunderbare Kulturreise ins Seengebiet des Lago Maggiore ging zu Ende.

Ich möchte mich bei allen Mitgereisten für die Kameradschaft, Pünktlichkeit und gute Laune während dieser Reise herzlich bedanken. Hanni und ich wünschen euch weiterhin beste Gesundheit und freuen uns auf ein Wiedersehen

 

Euer Reinhold

 

 

21.06.2011

Fotos von der Reise nach Lago Maggiore

Fotos Renate Pricha

 


24.06.2011

Weitere Fotos von Konrad

ohne Beschreibung

Pensionistenverband
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