03.05.2011

Samstag, 30. April – Maifeier auf dem Marktplatz

Beginn um 16 Uhr mit dem „Platzlfest“

14.30 Uhr: Gewitter, heftiger Regen, Hagel

16 Uhr: Die Sonne kommt wieder durch; es hat aufgetrocknet; die Tische, die Bänke, die Kinderspielecke und

die Verpflegung sind vorbereitet; die Maibäume warten aufgeputzt auf ihren großen Auftritt.

Leider kann Herbert Fröhlich wegen der Luftfeuchtigkeit seine Musikanlage nicht aufbauen.

Wir behelfen uns mit einem CD-Player.

Ternbergerinnen, Ternberger und auch Auswärtige kommen trotz des vorangegangenen Gewitters um mit uns zu feiern. Die Kinder unterhalten sich beim Straßenmalen und mit Gesellschaftsspielen.

So vergeht die Zeit beim fröhlichen Plaudern. Bosner, Hotdog, Würstl, Mehlspeisen, Kaffee, Bier, Most und Limonade werden genossen.

Um 19 Uhr stellen wir die Musik ein um den Abendgottesdienst nicht zu stören.

Um 19.40 Uhr marschiert die Musikkapelle Ternberg mit flotten Klängen auf dem Marktplatz ein und begleitet uns mit

ihrer Musik beim kommenden Geschehen.

Bürgermeister Leopold Steindler:

Der heurige 1. Mai findet in einem besonderen Jahr statt: Der Geburtstag eines ganz großen Sozialdemokraten, Visionärs und Reformers jährte sich zum 100. Mal. Bruno Kreisky war zweifellos die politische Persönlichkeit, die Österreich mehr prägte als jede andere. Er hat unter der Einbindung von Experten neue Programme für alle Lebensbereiche entwickelt und umgesetzt.

"Besser wohnen, besser leben, bessere Bildung, besseres Gesundheitswesen, bessere Justiz", nannte das Kreisky.

Der Modernisierungs-Schub, der von Bruno Kreisky eingeleitet wurde prägt Österreich bis heute. Das, wofür Kreisky stand, die Ziele seiner Politik, sind aktueller denn je. Es sind sozialdemokratische Grundwerte, für die wir damals wie heute kämpfen:

… Für die gerechte Verteilung des Wohlstands,

… für Chancen auf Bildung für alle – unabhängig von sozialem Status oder Einkommen,

… für eine fortschrittliche Frauenpolitik, die die Gleichstellung zwischen Mann und Frau vorantreibt,

… für Investitionen in einen modernen Wirtschaftsstandort,

… für eine humane Arbeitswelt und soziale Sicherheit.

Sicher, die Welt um uns hat sich radikal verändert, die Instrumente, um diese Ziele zu erreichen, sind andere. Aber eines ist gleich geblieben: Nur wenn wir entschlossen und gemeinsam für diese Ziele kämpfen, werden wir erfolgreich sein.

• Wir brauchen

• eine funktionierende Wirtschaft

• gesicherte Arbeitsplätze

• Soziale Sicherheit

• eine anständige Bildungspolitik

• ein gutes Gesundheitssystem

• eine Gesicherte Altersversorgung

• eine konsequente Anti-Atom-Politik

• Wir brauchen eine saubere Politik mit ehrlichen Politikern

• Wir brauchen

• keine Abzocker

• keine Politiker, die darauf bedacht sind, für sich Einrichtungen zu nützen, die ihnen nicht zustehen

• keine Politiker die nur darauf bedacht sind ihre eigenen Taschen zu füllen

• keine Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken

• keine schamlosen Lobbyisten.

• Wir brauchen Lobbyisten – und zwar Lobbyisten für uns Bürger und unsere Gemeinden.

 

Ortsparteiobmann Günther Steindler:

Feiern wir heute gemeinsam den Tag der Arbeit, DEN sozialdemokratischen Feiertag. Ich bin ein überzeugter, kritischer Sozialdemokrat und genau daher ist es für mich wichtig, diesen Tag über alle ideologischen Grenzen hinweg gemeinsam zu feiern, denn wir sind alle Arbeiter oder haben lange Jahre gearbeitet ob als Hausfrauen, Schichtarbeiter, Unternehmer, Beamte, Bauern, Bürobedienstete, Handelsangestellte und viele andere mehr.

Ich bin der Meinung, dass jede arbeitende Frau und jeder arbeitende Mann gerne bereit sein soll seinen Beitrag für ein soziales System zu leisten, denn wir dürfen auch jene nicht vergessen, die keine Arbeit finden oder die nicht arbeiten können und wir können nur hoffen, nie in eine solche Lage zu kommen.

Und in schwierigen Zeiten, wie sie uns auf Grund der wirtschaftlichen Lage, momentan vorgegeben sind, ist es besonders wichtiger, ein funktionierendes Sozialsystem zu haben.

Und ich bin der Meinung, dass unser System bis auf ein paar wenige Ausnahmen sehr gut funktioniert.

Ich verurteile es, wenn Politiker auf Bundes- und Landesebene Entscheidungen treffen, bei denen sicher einige von ihnen in ihrer Situation nicht abschätzen können, was sie damit anrichten.

Ich spreche nur die Abschaffung des Alleinverdienerabsetzbetrages an, der nicht nur junge Familien betrifft, sondern auch ganz erheblich die ältere Generation, bei der es üblich war, dass die Frau die Kinder und das Haus versorgte und der Mann arbeiten ging.

Diese Sparmaßnahme bedeutet für Betroffene zwischen 110 bis über 800 EURO jährlich weniger Einkommen. Wir alle wissen es muss gespart werden, aber diese Sparaktion kann ich – und wahrscheinlich sehr viele Mitmenschen – nicht verstehen, denn sie ist meiner Meinung nach aufs Gröbste unsozial. Denn sie betrifft vielfach Menschen mit monatlichen Löhnen bzw. Pensionen bei denen sowieso schon jeder Cent bevor er ausgegeben wird 3mal umgedreht werden muss.

Dennoch bin ich froh mit meiner Familie in einem sozialen, demokratisch geführten Land wie Österreich zu leben – ich bin begeisterter Österreicher

Aber Verbesserungspotential gibt es immer und überall und wenn alle konsequent und zielstrebig zusammenarbeiten und auch bereit sind Fehler einzugestehen, können immer wieder gute Ergebnisse erreicht werden.

Hier könnte sich die Bundesregierung, ich maße mir das hier und heute an, ein Scheibchen von der derzeitigen Ternberger Gemeindepolitik abschneiden.

Denn wir hier in Ternberg wissen wie es geht UND leben es vor wie konstruktive Zusammenarbeit unter umsichtiger Führung über ideologische und politische Grenzen hinweg gut funktionieren kann, wenn alle bestrebt sind vernünftige und bürgergerechte Entscheidungen zu treffen.

Denn wie sonst sollte es bei uns in Ternberg möglich sein mehr als 75 % aller Gemeinderatsbeschlüsse trotz 5 Parteien im Gemeinderat und nicht vorhandener Mehrheit einstimmig zu fassen und keine politischen Schlammschachten aufkommen zu lassen.

Dafür bin ich allen Mitwirkenden und auch Ihnen dankbar, denn jeder muss sich bemühen und manches Mal über seinen Schatten springen um eine solche gemeinsame Arbeit zu ermöglichen.

Wir feiern den TAG DER ARBEIT, der uns Sozialdemokraten ein Anliegen und eine Pflicht gegenüber

unseren Vorgängern und Nachfolgern ist.

Wir setzen ein Zeichen unserer Solidarität und stellen mit vereinten Kräften die Maibäume auf und ziehen mit unseren Fackeln durch Ternberg

Anschließend stellen die Kinder mit Unterstützung von unserem Franz Eibenberger aus Trattenbach

gemeinschaftlich ihren Maibaum auf. Natürlich brauchen auch sie zwischendurch einige Doppler Limonade – beim Aufheben wird geschwitzt und die Flüssigkeit muss ersetzt werden.

Als ihr Baum steht werden die jungen Maibaumaufstellerinnen und – aufsteller auf Würstl eingeladen um ihren Energietank wieder zu füllen.

Dann kommt der große Maibaum dran – im Sinne der Gleichberechtigung ersucht Günther Steindler nicht nur die

Männer sondern auch die Frauen um Mithilfe beim Aufstellen.

Nach kräftigem Anschieben und einigen Doppellitern ist der mit frischem Grün geschmückte Baum in die

Senkrechte gebracht.

Die Erwachsenen ernten – genauso wie die Kinder – für ihre Leistung viel Applaus.

Nun werden die Fackeln entzündet. Der Zug ums Ortszentrum wird von der Musikkapelle angeführt. Viele

Fackelträger folgen ihr.

Nach dem Fackelzug unterhalten sich manche noch einige Zeit am Marktplatz.

Die Mitarbeiter räumen auf und stellen wieder den Zustand am Marktplatz her, der vor der Maifeier gegeben war.

Und alle sind sich einig: Es waren gemütliche Stunden und genau dem Sinn des Tages der Arbeit entsprechend.

 

01.05.2011

 

Fotos Garstenauer

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