Artikel 4

1500 n. Chr. – ca. 1850 n. Chr.

 

Wie Völker kommen und gehen, so ist es auch bei manchen Erwerbszweigen der Menschen.Auch die Bienenzucht, die im Mittelalter von hoher wirtschaftlicher Bedeutung war, erlitt im 16. Jahrhundert einen gewaltigen Rückschlag.

Die erhebliche Verminderung des kirchlichen Wachsverbrauches als Folge der Reformation; sowie die Einführung von großen Mengen Rohrzucker aus den Kolonialländern der Neuen Welt trugen zum Rückschlag bei. Trotz des hohen Zuckerpreises machte er dem Honig gewaltige Konkurrenz; leisten konnte ihn sich nur die wohlhabende Oberschicht. Schließlich war es im 17. Jahrhundert der Dreißigjährige Krieg mit seinen ungeheuren Verwüstungen, der auch unsere oberösterreichische Bienenzucht völlig vernichtete.

Die von den Kaisern Leopold I und Karl VI. erlassenen Schutzgesetze vermochten den Verfall nicht mehr aufzuhalten.

Kaiserin Maria Theresia (1740 – 1780) lag die Förderung der Bienenzucht am Herzen. Sie gründete die erste Imkerschule der Welt.

Erst als die Volkskaiserin Maria Theresia im Jahre 1769 in Wien die erste „Schule zur Förderung der Bienenzucht“ errichtete und das Patent vom 8. April 1775, das die Herrscherin als Schutzbrief erlassen hat, brachte die österreichische Bienenzucht zum neuerlichen Aufblühen.Auszug aus dem Patent ....

7. zu mehrerer Aneiferung die Bienenzucht auf ewige Zeiten von allen Zehenden befreit, ---

Im Jahre 1781 hob Kaiser Joseph II. die Bienenzuchtlehrämter auf, da sie ihre Zugkraft verloren hatten.1787 ordnete er für jeden Kreis der deutschen Provinz die Auszahlung von Prämien an jene Züchter an, welche eine größere Anzahl Bienenstöcke betreuten. Die Anpflanzung von Bienenweidepflanzen wurde 1799 per Dekret auf das eindringlichste empfohlen. Mit großer Sorgfalt suchte Österreich die Bienenzucht auch entlang der Militärgrenze im Südosten auf das Tätigste zu fördern. So wurden im Jahr 1808 auf höchsten Befehl jedem Schullehrer an der Militärgrenze, welcher Gelegenheit und Lust zur Bienenzucht hatte, vier Bienenstöcke auf kaiserliche Kosten angeschafft, diese nach dem Unterricht fleißig zu Pflegen und seinen Schülerin hierin praktischen Unterricht zu erteilen war die Aufgabe. Jeder Schüler, der sich in der Wartung der Bienen vorzüglich ausgezeichnet hatte, bekam zur Belohnung und weiteren Aneiferung einen guten, 30 Pfund schweren Bienenstock unentgeltlich.

Diese Verfügung hatte auch den gewünschten Erfolg.

Im Jahre 1817 gab es in den gesamten Militärprovinzen

118 157 Bienenstöcke.

Geniale Männer wie der Altösterreicher Anton Janscha + 1773, der erste k.k. Bienenzuchtlehrer, nach ihm Freiherr J. M. von Ehrenfels + 1843, und der Chorherr des Stiftes St. Florian Josef Stern waren u. a. die Vorkämpfer der Praxis unserer Stabilbaubienenzucht. Ihre nicht minder wertvollen wissenschaftlichen Erkenntnisse sind zum Teil noch für unserer Generation wegweisen geblieben.

 

Die volle Verbreitung der Mobilbaubienenzucht verdankt aber die Imkerei Österreichs dem k. k. Major Emil v. Hruschka + 1888,der im Jahre 1865 die Honigschleuder erfunden und in die Praxis eingeführt hat.

 

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