Artikel 4

 

Mit der Gründung des Klosters Garsten durch Otakar v. Steyr im Jahr 1082 verstärkte sich die Urbarmachung ennsaufwärts.  

Unser Gebiet gehörte zum Traungau,

zur Grundherrschaft Steyr.

 

Im Gebiet zwischen dem Fluss Steyr, den Höhenzügen östlich der Enns und den beiden Ramingbächen hatten die Otakare besonders viele Dienstleute, Ritter, die zwar keine Adelige waren, aber hohe Verwaltungsposten innehatten und wenigstens lesen und schreiben konnten.

Der Dienstmann Dietmar von Steyr, der nach dem Tod des letzten Babenbergers als Machthaber hervorgetreten war, übergab die Herrschaft mit der Stadt Steyr 1252 an Ottokar und durfte dafür die Herrschaft Losenstein gründen. Ottokar II nahm 1255 den bayrischen Herzogsbesitz um Hall für die Herrschaft Steyr. Diese umfasste 1325 die Verwaltungsbezirke Ternberg, Molln, Dietach, Mühlbach, Laussa, Mitterberg…

Die Männer an der Spitze der Herrschaft Steyr und deren Landgericht führten den Titel Richter oder Pfleger.

Professor Rolleder kennt in seinem Buch: Heimatkunde von Steyr (1894) um diese Zeit (12. bis 14. Jahrhundert) auch

ein Geschlecht, das sich nach Ternberg benennt.

1170 kommt in alten Schriften ein Durinc von Dernberc und Durinc minor de Dernberc vor, 1180 ein Durinc von Therinperge und sein Bruder Gottschalk, 1180 – 1220 Eberhard und von 1192 – 1219 er und sein Bruder Rudolf.

Ein Sohn von Eberhard, During „erschlug ihrer etlich nebst Herrn Otten Scheckhen“ auf dem Garstner Friedhof. Aus großer Reue beschloss er als Pilger nach Rom zu ziehen. Dem Kloster Garsten vermachte er zwei kleine Höfe in Weistrach. Er zog 1216 mit Herzog Leopold nach Palästina und wurde dort erschlagen.

Es ist nicht bekannt, wo die „Herrn von Dernberk“ gewohnt haben (Gschlössl?).

Nach der Gründung des Klosters Garsten kamen kleine Mönchskolonien nach Ternberg und Losenstein.

Später betreuten die Priester von Ternberg auch Losenstein, zu dem auch Reichraming und Laussa gehörten. 1339 wurde Losenstein eine eigene Pfarre.

1529 drang das osmanische (türkische) Heer auf österreichischen Boden vor und belagerte unter Führung des Sultan Suleimann II vom 23. September bis 15. Oktober Wien.

In dieser Zeit verheerten türkische Reitergruppen auch Niederösterreich.

Einzelne Trupps drangen bis an die Enns vor. Sie zogen von Steyr im Ennstal aufwärts nach Weyer und Steiermark bis in das Salzatal. Sie zerstreuten sich und wurden von den Bauern erschlagen oder gefangen genommen und in das Feuer geworfen.

1532 wollte der Sultan abermals Wien angreifen. Noch während der Kämpfe bei Güns in Ungarn schickte er „einen großen Haufen zu Ross auf Raub und Streif nach Österreich“. Sie übersetzten bei Ernsthofen die Enns, plünderten das Schloss Stadlkirchen, das Kloster Gleink, sowie die Dörfer Dietach und Wolfern. Über Seitenstetten zogen sie nach Waidhofen und Gaflenz nach Weyer, das sie zerstörten. Einige der Türken drangen durch das Ennstal vor um sich der größeren Gruppe anzuschließen.

1683 erfolgte der nächste große Angriff der Türken. Ein Großteil der Steyrer Bevölkerung floh in das Gebirge des Ennstales.

Diesmal kamen die Türken nur bis Waidhofen und Amstetten.

Am 12. September wurden sie in Wien besiegt die Gefahr war gebannt.

 

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